Crossroads – Frauen* und ihre Lebensgeschichten
von Otmar J.
CROSSROADS ist ein Schwerpunktprojekt zur Biografiearbeit im Rahmen des wöchentlichen Interkulturellen Frauencafés von pitanga in der Höttinger Au in Innsbruck.
Es fokussiert auf die Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen* und Mädchen* durch Biografiearbeit, Medienkompetenz und interkulturellen sowie intergenerationalen Austausch. Es soll Frauen* und Mädchen* dazu befähigen, ihre Stimme zu erheben, Rollenbilder kritisch zu hinterfragen und selbstbestimmt eigene Wege zu gehen. In einem professionell begleiteten, geschützten, interkulturellen und feministischen Raum fördert das Projekt Empowerment, digitale Kompetenz, Selbstbewusstsein und gesellschaftliche Teilhabe – für echte Chancengerechtigkeit.
In einer Zeit, in der traditionelle Rollenbilder und antifeministische Narrative – wie besonders die TradWives und die Mannosphere in digitalen Räumen – wieder an Einfluss gewinnen, bietet CROSSROADS einen geschützten Lern- und Begegnungsraum für Frauen* unterschiedlichen Alters, verschiedener Herkunft, Sprache und vielfältiger Lebensrealitäten. Das Projekt kombiniert kreative Methoden wie Vision Boards, Schreibübungen, Memory Boxes oder Filmarbeit mit gezielter Sprachförderung, digitaler Kompetenzentwicklung und Reflexion über die eigenen gesellschaftlichen Rollenbilder.
Die Teilnehmerinnen entwickeln ein kritisches Bewusstsein für stereotype Rollenbilder und lernen, diese in sozialen Medien und im Alltag zu hinterfragen. Gleichzeitig erwerben sie praktische Fähigkeiten zur souveränen Selbstdarstellung und Kommunikationsstärke – zentrale Voraussetzungen für Bildungserfolg, berufliche Teilhabe und persönliche Unabhängigkeit.
CROSSROADS schafft damit nicht nur individuelle Entwicklungschancen, sondern wirkt auch strukturell: Es fördert die soziale Integration von Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen, baut Vorurteile ab und stärkt das gesellschaftliche Miteinander. Der partizipative Ansatz stellt sicher, dass 8 Monate lang reale Bedürfnisse der Teilnehmerinnen im Mittelpunkt stehen und nachhaltige Veränderungen möglich werden – sowohl im persönlichen Lebensumfeld als auch im gesellschaftlichen Diskurs.
Der Nutzen des Projekts liegt in der nachhaltigen Stärkung von Frauen* und Mädchen*, die lernen, Diskriminierungen zu erkennen, sich dagegen zu positionieren und ihre eigenen Handlungsspielräume zu erweitern. Sie erwerben Fähigkeiten, die für ihre eigenen Lebensentwürfe und Lebenswünsche, für Bildung, Arbeitsmarkt und demokratische Teilhabe zentral sind – etwa digitale Medienkompetenz, Kommunikationsstärke und soziale Resilienz. Gleichzeitig fördert der Austausch zwischen Frauen* mit und ohne Migrationsgeschichte ein besseres gegenseitiges Verständnis, baut Vorurteile ab und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
CROSSROADS leistet so einen messbaren Beitrag zur Chancengerechtigkeit und Gleichstellung von Frauen und Mädchen. Es befähigt sie, ihre Stimmen zu erheben, sich aktiv in gesellschaftliche Prozesse einzubringen und Gleichberechtigung als gelebte Realität mitzugestalten – analog wie digital.






